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Tipps

Ein paar Antworten auf Fragen, die immer wieder gestellt werden:

Gepäcksystem:

Softbags oder Alukoffer? Beides hat Vor und Nachteile. 

Wer schweres Gelände und Dünenquerungen vor sich hat, dem empfehle ich ganz klar die Softgags. Denn hier kommt es auf jedes Kilogramm und die geringere Verletzungsgefahr an. 
Wer meist onroad unterwegs ist oder mit Sozia und etwa mehr an Gepäck unterbringen möchte, der wird die Alukoffer besser finden und sich über die Möglichkeit des Abschließens freuen.
 

Motorradwahl:

Sportenduros wie z.B. die DRZ 400 sind mittlerweile für viele die genug von ihrem "Eisenhaufen" haben, eine Alternative geworden. Mit diesen Fahrzeugen ist man abseits aller Pisten gut gerüstet und es geht nicht mehr ums durchkommen, sondern das Fahren im Gelände auch Spaß macht. Leider haben diese Vorteile auch ein paar Schattenseiten: Denn Fahrwerk und Zuladung sind weder für höhere Geschwindigkeiten noch für das Gewischt einer Urlaubsausrüstung konzipiert. Ein Begleitfahrzeug kann dieses Problem teilweise lösen. Das Fahrwerk sollte dann aber durch einen Profi auf das Anwendungsgebiet ausgelegt werden.
1 Zylinder Enduros um die 600 ccm sind eine gute Wahl für alle diejenigen die auch mal abseits der Hauptpisten unterwegs sein wollen. Nach Jahren in denen diese immer schwerer wurden, zeichnet sich hier auch wieder der Trend zu leichteren Fahrzeugen ab, wie BMW mit den 650X Modellen. Aber auch mit betagten Motorrädern wie eine XT600, Suzuki DR650SE oder einer Kawasaki KLR 650 kommt man nach Indien, mit entsprechender Vorbereitung vielleicht mit weniger Problemen wie mit manchem neuem High Tech Teil.
2 Zylinder oder mehr. Wer lange Strecken mit Dauergeschwindigkeiten über 130 km/h abspulen möchte. Wird an Motorrädern wie eine BMW GS 1200, LC8, BMW 800 GS oder ähnlichem nicht herumkommen (manche schwören auch auf die Elefant 750). Selbst mit den großen Brocken geht abseits der Straßen mehr als man denkt. Pisten aller Art sind meisten mit mehr oder weniger Anstrengung noch machbar, wenn diese aber aufhören sollte man es auch tun. Sonst sind mindestens 2 bis 3 Helfer notwendig die Fuhre zu wenden oder aus einer misslichen Lage wieder heraus zukommen. Vielleicht kommt daher der Beinnahmen "Adventure" bei einigen Modellen. Also Objekt der Begierde genau auf die Anforderung hin untersuchen. Wer nach Island möchte dem bringt ein Motorrad nichts, das nur 40 cm Wattiefe hat (auch wenn HP2 drauf steht).
Was mir bei meinen Touren  auf viel, waren viel zu hohen Scheiben und Verkleidungen bei den Enduros. Dies bescherten einigen Fahrern blutige Lippen. Wer steile Dünen oder Auffahrten erklimmen möchte, sollte sich von Scheiben womöglich mit Windabweisern trennen. Diese können nicht nur bei Unfällen böse Verletzungen nach sich ziehen. Also abschrauben und zu Hause lassen. Dann gehen Sie auch nicht kaputt. Das Gleiche gilt für hohe Vorbauten in denen  Navigationsgeräte, GPS usw. eingebaut sind. Versucht diese auf Tachohöhe zu montieren und euch die Flugbahn nach vorn frei zu halten. Ihr glaubt gar nicht, wie schlagartig einem Sand abbremsen kann... Nicht alles was wir bei Rallye Bikes sehen, ist für uns Reisende wirklich sinnvoll.

Ausrüstung:

erst nach einer Tour weis man was man nicht gebraucht hat. Deshalb nach der Rückkehr genau aufschreiben was man benützt hat. Dies erspart eine Menge Einkäufe vor der nächsten Reise und einiges an unnützen Gepäck. Wer noch nicht richtig weg war, sollte eine kleine Tour machen um die Ausrüstung und das Motorrad einmal unter realen Reisebedingungen aus zu probieren. Dies bringt mehr Erkenntnisse als 30 Kataloge (wenn das Blättern auch mir immer noch Spaß macht).

Reifenwahl:

ist immer noch das Gesprächsthema schlechthin. Wer im Schlamm mit nur zaghaft profilierten Straßenreifen unterwegs ist, kann sich nicht vorstellen, das die gleiche Strecke mit grober Bereifung sogar Spaß machen kann. Allerdings bei Reisen sind diese Stellen sehr selten und solange es trocken ist, kommt man mit "normalen" Enduroreifen sehr weit. Also wer sich überwiegend auf Straßen und Feldwegen bewegt, sei es mit oder ohne Asphalt, dem reichen die üblichen Enduroreifen voll und ganz. Außerdem halten diese wesentlich länger, was ein enormer Vorteil ist. Falls Ihr die Möglichkeit habt Radialreifen zu bekommen, so zieht diese auf jeden Fall vor. Diese halten normaler Weise noch länger als die Diagonaltypen. 

Reifen unterwegs:

je nach dem in welchen Ländern man unterwegs ist, kann es wirklich schwierig und teuer werden Reifen zu bekommen. Da Ersatzreifen schwer und sperrig sind, ist eine Mitnahme auf dem Motorrad immer äußerst ungeschickt. Was tun? Hier hilft nur eine gute Routenplanung und verlässliche Informationen wo es was zu kaufen gibt. Notfalls kann man sich Reifen zusenden lassen. 

Reifenwechsel:

Anleitung als PDF zum runterladen hier

Navigation:

Wie viel GPS benötigt der Mensch? Unvorstellbar das ich bei meinen ersten Reisen durch die Sahara nichts von alledem gehabt habe. Zu meiner Überraschung muss ich feststellen, dass ich mich auch nicht öfters verfahren habe. Allerdings wäre man doch sehr dumm, diese sehr effektive Hilfe als Sicherheit bei Reisen abseits der Zivilisation nicht mit dabei zu haben. Wichtig hierbei ist das man sich von vornhinein klar macht, was man sich von den Geräten erwartet. Um die grundlegenden Daten für eine Navigation zu erhalten, reichen Geräte die man neu für etwa 200 Euro bekommt. Sinnvoll kann ein integrierter Kompass sein, der dann auch im Stillstand noch die Richtung anzeigen kann. Wer Kartenfunktionen und Autorouting meint zu brauchen, der ist schnell bei 600 Euro und mehr. Zusätzlich kommen dann noch die Karten hinzu. Sie sind meist nur vom Hersteller in Chipform zu bekommen und kosten über 100 Euro das Stück. Bei einem Sturz kann dann alles sehr schnell kaputt gehen. Es ist oft erstaunlich wie genau sich mit einer Landkarte unter Beachtung der Hinweisschilder navigieren lässt. Roadbooks erfreuen sich auch immer wieder der Beliebtheit. Ist auch sehr praktisch und sieht zu dem noch sehr professionell aus. Leider baut das alles sehr weit auf und irgendeiner sollte dann die ganzen Karten erstellen, zusammenkleben, aufspulen... 

Grundkenntnisse Motorradtechnik:

Da immer wieder sehr große Nachfrage in Sachen Elektrik besteht, habe ich einmal versucht die Grundlagen möglichst einfach zu erklären - hier mehr. Ich freue mich auf ein Feedback und Anregungen 

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